Kuriose und lehrreiche Geschichten aus der Vergangenheit: Café Global mit Karin Sommer
Freitag, 14. Oktober | 19 bis 21 Uhr

Der Ortsplan des Lagers in Feldafing (c) Arlet Ulfers

Dieses Mal geht es um jüdische Holocaust-Überlebende und den authentischen Erlebnisbericht
des polnischen Juden Simon Schochet.

In der Reihe Café Global erzählt die Kulturwissenschaftlerin Karin Sommer Geschichten, die irgendwo auf der Welt irgendwann wirklich passiert sind.

Eintritt: 5 €; Kartenreservierung bitte an guardini90@mvhs.de

Der Zugang zum Raum ist barrierfrei.

Mehr Informationen zur Veranstaltung:

Das Ende des II. Weltkriegs löste grundlegende demographische Veränderungen aus. Die damaligen Massenwanderungen übertrafen alle bisherigen Völkerwanderungen in Europa, 20-30 Millionen Menschen waren aus unterschiedlichen Gründen unterwegs. Über 10 Millionen Menschen sollen allein die braunen Machthaber bereits im Verlauf des Krieges verschleppt und als Zwangsarbeiter mißbraucht haben, ganz zu schweigen von den Millionen von Opfern des nationalsozialistischen Größenwahns, die systematisch gejagt und vernichtet worden waren. Wer von diesen Überlebenden sich nicht mehr aus eigener Kraft auf den Heimweg begeben konnte oder wollte, wurde in den Lagern der Alliierten gesammelt. Dort warteten die sog. Displaced Persons (DPs) auf ihre Ausreise.

Über das jüdische DP-Lager Feldafing am Starnberger See gibt es einen authentischen Bericht über die chaotische Zeit unmittelbar nach der Befreiung. Verfasser ist Simon Schochet, ein polnischer Jude, der in Dachau interniert war und dort seine gesamte Familie verloren hat. Er schildert das erste Jahr nach der Befreiung in diesem Lager anhand der schier unglaublichen Schicksale einzelner Personen und ihren für Außenstehende oft so unverständlichen Verhaltensweisen ebenso wie das schwierige und gespannte Verhältnis zur deutschen Bevölkerung aus der Umgebung.


In Kooperation mit Kultur in Hadern e.V.

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